12.02.10 ++ Weitere GEDICHTE aus meiner JUGENDZEIT (3) + Aus PachT’s ARCHIV ++


Kunst am Atrium in Weimar
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[Foto: Fassade des Atrium in Weimar / Text – © Alle Rechte vorbehalten by PachT]
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GEDANKEN AM STRAND

Die Sonne ist untergegangen.
Ich stehe alleine hier am Strand;
in mir ist ein großes Verlangen –
du fehlst an meiner rechten Hand.

Ich denke dein, wenn andre munkeln.
Ich höre dich, wenn die Möwe schreit.
Ich sehe dich, wenn Sterne funkeln.
Ich liebe dich, bist du auch weit.

Die Sonne ist untergegangen;
den ganzen Tag warst du ohne mich.
Hast auch du das große Verlangen
und denkst zuweilen mal an mich?
___
(P. Achim T., Neukloster, 12.07.1962)

VERTRÄUMTE STUNDE

Ich gab mir Mühe,
das Gesicht eines Mädchens
mit einem Lächeln auf seinen Zügen
vorzustellen;
doch das Bild zerrann
nebelhaft
in das gegenstandslose Meer der Träume
überspült von den Wellen.

Eine halbe Stunde schon
hatte ich
in das grüne Netz
der herzförmigen Fliederblätter
geschaut.
“Herz …Herz …Herz”,
wiederholte ich für mich,
das romantische Wort
an die Form der Blätter knüpfend,
vertraut.

Ich war bestrebt,
in mir selbst
Rührung zu erwecken,
in das Wort
das gebührende Gefühl
zu legen;
doch mir sind nur
die ineinander geflochtenen Streifen
der Traumbilder, die Illusion,
geblieben …
___
(P. Achim T., Erfurt, 28.10.1962 – gewidmet Susi Harper +
veröffentlicht im “THÜRINGER TAGEBLATT“ vom 09.05.1966)

BEGEGNUNG

Als am Horizont in letzten Flammen
der Abend in das Meer versank …
Als der Mond und die Sterne kamen,
lief einsam ich den Strand entlang.

Traumhaft schwatzten die Wellen über‘n Kies;
mir war, als könnt‘ ich sie verstehn …
mir war, als stünd‘ ich im Paradies –
verklärt sah ich dich vor mir stehn.

Wellen der Leidenschaft wallten in mir,
ich hätt‘ dich geliebt und geküßt.
Doch es stand jemand hinter dir:
Der Mann, der dein Schicksal ist …
___
(P. Achim T., Erfurt, 17.08.1964 – gewidmet Ursula Kriszat, Zeitz)

Schwärmende Gedanken

Pünktlich,
Angst es zu versäumen,
steige ich ins Boot der Träume ein …

Nun sind die Gedanken alle
gerichtet auf das eine Ziel:
Auf dich,
die du am anderen Ufer stehst
und wartest.

Alles liegt im dunklen Schoß der Nacht;
nur schwärmende Gedanken sind’s,
die uns verbinden.
Leise lege ich am Ufer an.

Sehnend streckst du deine Arme
zum Gruße mir entgegen.
Eilig will ich sie ergreifen,
doch eine neckische Flut, die sich verirrt,
treibt mich zurück in die Strömung.

Doch, plötzlich in der Finsternis
umfängt mich ungewöhnliche Helle,
ein lautes Rufen dringt an mein Ohr –
meine Mutter ist’s,
die den neuen Tag verkündet …
___
(P. Achim T., Erfurt, 20.12.1964 – gewidmet Ursula Kriszat, Zeitz)

….. Fortsetzung folgt ….

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