16.10.10 + Angela MERKEL kontra Ludwig ERHARD + Meine MEINUNG +


Merkel schaltet sich in Hochtief-Übernahmeschlacht ein

Berlin (AFP) –
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in die Übernahmeschlacht um Deutschlands größten Baukonzern Hochtief eingeschaltet. Das Unternehmen sei „ein Aushängeschild deutscher Technologiekompetenz“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. „Schon deshalb ist die Bundesregierung und das Kanzleramt daran interessiert, dass die industriellen Strukturen von Hochtief und auch der Sitz in Essen bleiben“, sagte Seibert. Die Bundesregierung verfolge den Übernahmeversuch durch den spanischen Rivalen ACS aufmerksam und stehe mit dem Management von Hochtief in Kontakt.
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Meine MEINUNG
veröffentlicht gestern in :

Logo Dtschl_todayMerkel kontra Ludwig Erhard

Erinnern wir uns:

Ludwig Erhard hatte eindeutig zwischen
der Verantwortung der Unternehmer für ihren Betrieb sowie
der des Staates für die Wirtschaftspolitik unterschieden und
vor einer Vermengung beider Funktionen gewarnt:

„Man kann nicht auf der einen Seite dem Staat sagen, dass er sich wirtschaftlicher Tätigkeit enthalten möchte, dann aber, wenn es gerade passt, die Hilfe des Staates anrufen.“

Unternehmerische und wirtschaftspolitische TÄTIGKEITEN
sind zwei von einander getrennte AUFGABEN, die Frau Merkel jetzt vermischen will.
Altkanzler Schröter hatte sich im Falle Philip Holzmann, Frankfurt am Main, auch eingemischt. Das Ergebnis ist ja hinlänglich bekannt.

Wer von beiden – Staat oder ‚HOCHTIEF‘ – muss nun eigentlich angesichts der heutigen Situation ein schlechtes Gewissen haben?

Ich meine in erster Linie der Staat, der die Freiheit des Wettbewerbes hat ausufern lassen und
es über Jahre versäumte, die nationalen Spielregeln den globalen Anforderungen anzupassen.
Seine heutige Hilfestellung ist purer vorweggenommener Wahlkampf, um sein Gewissen gegenüber den unmittelbar Betroffenen, den Arbeitnehmern, reinzuwaschen.

[Zitat vgl.: Ludwig Erhard „Wohlstand für alle“; econ taschenbuch verlag, 1990; S. 135 ff.]
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P. Achim T., Erfurt

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