27.04.15 # Kurioser IRRTUM in ERFURT #


[ Idee (116.) Kuriositäten-Ecke / Text u. Fotos – © PachT ]
.

In Erfurt, in der Andreasstraße, entdeckte ich
diesen kuriosen IRRTUM :

KURIOS 116 Kurioser IRRTUM
.

Diesem W E R B E S C H W A C H S I N N
halte ich entgegen :

Perfektes Aussehen...Können_Montage
.

Das einzige MITTEL, den IRRTUM zu vermeiden,
ist UNWISSENHEIT.
“ … [J.-J. R.]

.

BLITZE
___*

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3 Kommentare zu „27.04.15 # Kurioser IRRTUM in ERFURT #

  1. Hallo,

    http://phileos.blog.de/

    Die Zuschreibung „kurios“ klingt mir fast noch zu positiv. Diese Werbung würde ich verquer oder verstiegen nennen. Obwohl ich auch sehe, dass dort jemand, bewusst oder unbewusst, sprachliche Lockmittel gefunden hat, die durchaus kreativ anmuten: die klanglich anspringende Alliteration Kopf-Kult und die leidlich überraschende Wendung, dass Schönheit irgendwo und nicht irgendwo – nämlich hier – einen Anfang habe. Das ist der erste Eindruck, mit dem ich noch eine gewisse Kreativität erkenne; aber dann kommt leider die berichtigende Reflexion der ersten Wahrnehmung: Sie legt frei, dass die einst ehrwürdigen Begriffe der Schönheit und des Kults durch simplifizierende Vorstellungen heruntergekommen sind. Die Schönheit soll an sich sein, eine schöne Frisur; der Kult aber wird zur fixen Idee, der Wunsch nach Freiheit zur Un-Freiheit , die mich einschränkt, wie jener Schuhtick, der mich zwingt, eine größere Wohnung zu nehmen, und mich nötigt – ach, welch ein Ausbund an scheinbarer, ach herrlich-verrückter Freiheit – mir ein Ankleidezimmer zuzulegen. Dem Satz: Wer nichts anderes kann, muss wenigstens perfekt aussehen! ließe sich ein weiterer hinzufügen: Wer sich nicht selbst zu unterhalten weiß, der muss sich durch Zerstreuungsvielfalt zerstreuen!

    Allerdings dürfte ich das nur leise sagen; denn der Schönheitskult nebst den Kulten um die Gesundheit sind allgemeine Lüsternheiten. Wer mit dem dänischen Sokrates daran erinnert, dass das Ästhetische bloß ist, was es ist, das Ethische, was es geworden, muss sich vor dem gereizten Fauchen der vom Behaglichen, Beschaulichen und Bequemen stressierten Gemüter in acht nehmen. Denn sie würden ihm unweigerlich mit ihren langen falschen Fingernägeln blutige Gitter in den Rücken kratzen, um ihn mit der Überzeugungskaft des Schmerzes zu überzeugen, dass er ein unerträglicher Spielverderber sei.

    Versteht sich: Denn das, was wurde, wird unter Mühen. Aber müdes Haar ist beharrlich …

    LG

    Phileos

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