07.01.10 ++ PARODIE aus PachT’s ARCHIV nach (fast) wahrer Begebenheit +++


[Fotos: (1) PachT, (2) Fabiero / TEXT © PachT]
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Die BEGEGNUNG im September 1967 mit diesem vierjährigen Mädchen

Susann Fabiero im Spt. 1967 (Parodie)

inspirierte mich damals zu der nachstehenden PARODIE :

Pappenheimer Ballade (frei nach “Erlkönig” von J. W. v. Goethe)

Wer rennt durch den Wald wie aus dem Häuschen?
‘s ist Onkel Charlie mit dem Mäuschen.
Mit Lust genießen sie die Natur,
doch leider für ein paar Tage nur.

“Mäuschen, was birgst du so bang dein Gesicht?” –
“Siehst,Charlie, du den Schutzmann nicht?
Den Schutzmann in Eisen und Stahl?” –
“Mäuschen, das ist ein Laternenpfahl!”-

“Du liebes Kind, komm geh’ mit mir”,
sprach plötzlich ein fremder Mann zu ihr.
Da erfasst sie Onkel Charlie’s Hand
und ist schnell mit ihm davon gerannt.

“Onkel Charlie, Onkel Charlie, hörst du nicht,
was mir der fremde Mann da verspricht?” –
“Sei ruhig, steck’ in die Ohren Watte!
Wer so spricht, hat’s in der ‘Platte’! –

“Willst kleines Mädchen, du mit mir gehn?
Auch in den schönsten Kleidern sollst du gehn;
in einem weißen ‘WOLGA’ * würd’ ich dich fahrn
und dir Schönes zeigen in den nächsten Jahr’n.” –

“Hörst du, Onkel Charlie, und siehst du nicht dort
den fremden Mann am düsteren Ort?” –
Mein Mäuschen, ich seh im Mondenschein
nur die Konturen vom Mommelstein!” –

“Du, Kleine! Mich reizen deine schwarzen Augen;
möchte behaupten, dass sie etwas taugen!”
“Onkel Charlie! Onkel Charlie, halt mich fest
oder gib dem alten Kauz den Rest!” –

Onkel Charlie kämpft nun wie besessen,
hat dem Fremden ein paar … angemessen;
rappelt sich auf am düst’ren Ort,
doch sein kleines Mäuschen, das war fort …

[P. Achim T., Erfurt, 30.09.1967 – gewidmet Kerstin M., 4 Jahre, Bad Langensalza]
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Im vergangenen Jahr begegneten wir uns im Internet und
hier besuche ich sie hin und wieder:

http://www.susann-fabiero.de/index.html

Susann Fabiero  2008 (Parodie)

So klein ist die Welt … aber schön !

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14.12.09 + Aus PachT’s ARCHIV +


[ Foto: Weihnachtlicher Schmuck in PachT’s DENK- und SCHREIBLABOR
Text: Eisenach, 16.12.1983 / 19.12.84 – Eintragungen ins Brigadetagebuch des Kreisbauamtes und der Abt. Wohnungspolitik/Wohnungswirtschaft beim Rat des Kreises Eisenach nach dem Vortragen durch den Verfasser anlässlich der Weihnachtsfeiern am 22.12.1983/84 – © Alle Rechte vorbehalten by PachT ]
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Weihnachten8
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Lieber guter Weihnachtsmann (I – 1983)

Lieber guter Weihnachtsmann
schau mich nicht so böse an,
stecke deine Rute ein,
ich will auch immer artig sein:

Will die Arbeit gut verrichten
und nicht nach oben falsch berichten;
will meine Schwächen nicht verhehlen,
mich tapfer um die Runden quälen;
will den Bürgern nichts versprechen,
doch mit ihrer Dummheit rechnen – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Will mit Kraft und Seele lieben,
den Ehefrieden nicht mehr trüben;
will nicht mehr rauchen wie ein Schlot
und schwindeln nur in höchster Not;
will Geschirr und Wäsche waschen,
doch dafür süße Sachen naschen – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Will reinlich sein an Kopf und Füßen
und auch meine Feinde grüßen;
will vor meiner Türe fegen,
nicht über andre Leute reden;
will die Normen nicht versauen,
doch zuerst mir selber trauen – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Will in Sitzungen nicht dösen,
Alkohol in Maßen … flößen;
will die Arbeitszeit auslasten,
doch nicht durch die Räume hasten;
will verkehrswidrig nicht fahren,
um meine Rente noch zu erfahren – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Drum, lieber guter Weihnachtsmann,
bilanziere mich in deinem Plan;
steck’ viele gute Gaben ein,
ich will auch immer artig sein!

Lieber guter Weihnachtsmann (II – 1984)

Lieber guter Weihnachtsmann
schau mich nicht so böse an,
stecke deine Rute ein,
ich will auch immer artig sein:

Will stets mit Tücke und viel List
das Leben nehmen wie es ist;
will die Arbeit als Bedürfnis seh’n,
und immer pünktlich am Schreibtisch steh’n;
will den Humor niemals verlieren,
und wenn’s sein muss auf allen Vieren – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Will bau‘n auf schöpferische Kraft,
die für den Alltag Flügel schafft;
will trotz der Eingaben-Hochsaison
stets freundlich wahren den rechten Ton;
will mich niemals lassen knitschen,
lieber pfeife ich ein Liedchen – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Will nimmer mal im ersten Zorn
die Flinte werfen gleich ins Korn;
will Nörglern stets ‘ne Chance geben,
stell‘ mich dumm und lass‘ mit mir reden;
will nicht greifen nach den Sternen,
sondern lernen, lernen, lernen – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Will versuchen, gut zu lenken
und an die Kollegen denken;
will bewusst Verantwortung tragen,
nicht immer JA und AMEN sagen;
will trotz Hektik unterdessen
auch mein Eheweib nicht vergessen – …

so ein Guter will ich stets sein,
damit sich alle können freu’n!

Drum, lieber guter Weihnachtsmann,
bilanziere mich in deinem Plan;
steck’ viele gute Gaben ein,
ich will auch immer artig sein!

04.12.09 + Fataler Schreibfehler + Aus dem ARCHIV von PachT +


[ Foto und Text © PachT ]
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PachT KURIOS 5 PannenEngel
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Fataler Schreibfehler
(Erfurt, 05.02.2007)

Die Chefsekretärin unseres Unternehmens erhielt noch am Abend zu Hause per Email die Mitteilung, dass ich mit dem Notarztwagen in die Klinik eingeliefert wurde.

Aufregung ! Was ist passiert ?

Sofort fragte sie bei meinem Freund an, ob er ihr Näheres sagen könnte. Er beantwortete ihre Anfrage per Email noch am gleichen Abend.

Einerseits erfreut darüber, dass mein Gesundheitszustand sich wieder stabilisiert hatte, andererseits sie sich selbst aber schon in einem ermüdeten Zustand befand, schrieb kurz und knapp eine Email zurück, in der sie sich für die prompte Beantwortung bedankte.

Die Frau meines Freundes bemerkte den Posteingang und sagte ihm Bescheid.

Er öffnete den Posteingang, in dem stand “ Danke für die Nacht „.

Es sollte wohl “ Danke für die Nachricht
heißen wie sich auf Anfrage am nächsten Tage richtigerweise herausstellte.

Die Entschuldigung wurde angenommen, wenn auch der Abend zuvor bei meinem Freund nicht so schnell in Vergessenheit geriet.

14.11.09 + Aus PachT’s ARCHIV +


[ Foto: Internetfundus / Text: Parodie 1964 © Alle Rechte vorbehalten by PachT ]
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PachT Rote schuhe _ Parodie
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Rote Schuhe …

Es kam ein schönes Fräulein in unsern Klassenraum.
Sie hat uns gut gefallen, ihre Schuhe war’n ein Traum.
Sie trippelt durch das Zimmer; es war ein edler Klang.
Und in der Pause war’s geschehn, die ganze Klasse sang:

Rote Schuhe müsst man haben mit ‘ner großen Schnalle dran,
da kann man gut laufen und es guckt ein jeder an.
Rote Schuhe müsst man haben, die Hacken hochgestellt,
da wirkt man eleganter, und man ist Frau von Welt!

An die Tafel sollt’ ich schreiben, doch ich kam gar nicht dazu:
Immer wieder schaute ich auf ihre roten Schuh’.
Wütend droht sie mit ‘nem Tadel, das vergesse ich ihr nie.
Zum Schluss dann gab sie mir ‘ne VIER, da weinte ich und schrie:

Rote Schuhe müsst man haben mit ‘ner großen Schnalle dran,
da kann man gut laufen und es guckt ein jeder an.
Rote Schuhe müsst man haben, die Hacken hochgestellt,
da wirkt man eleganter, und man ist Frau von Welt!

(Erfurt, 27.07.1964 –
frei nach dem Schlager “Rote Lippen soll man küssen” mit Cliff Richard /
Text auf die Steno-Lehrerin Frau Rasehorn an der BBS des HO-Warenhaus ‘Centrum’ Erfurt bezogen / öffentlich über den Strandfunk des Zeltplatzes Markgrafenheide mit der Gitarre vorgetragen)

27.10.09 ++ Aus PachT’s DENK- und SCHREIBLABOR ++ PARODIE aus dem Archiv ++


[ Foto: PachT 1965 als Solist auf einer Party in Wilhelmsthal b. Eisenach / Text © Alle Rechte vorbehalten by PachT ]
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PachT 1965
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Ich schrecke aus dem Schlaf in meiner heimatlichen Gruft.
Irgend etwas stimmt da nicht, ich schnapp’ nach frischer Luft.
Wie ich aus dem Bette springe, schlag’ ich mir gleich zwei Beul’n.
– Keine Schwester weit und breit -, ach! … Ist das nicht zum Heul’n !

Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!

Neben mir im Ehebett liegt noch alles unberührt.
“Da gibt’s wohl jetzt ‘nen Hausfreund, der meine Frau verführt”;
das denke ich so ganz stille auf dem Wege zum Abort,
“nun haste keinen ‘Schatten’ mehr und auch die Frau ist fort !”

Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!

Morgenstunde hat Gold im Munde ! – heißt ein alter Spruch,
ich komm’ in die Küche rein, da brüll’ ich einen Fluch.
Teller, Tassen, Flaschen, Gläser stehen hier wüst herum.
Ach, war das eine schöne Ordnung im Sanatorium!

Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!

Mein Chef bittet mich zur Audienz, gleich morgens in der Früh’.
“Sie seh’n so ausgeglichen aus, so kannte ich Sie nie …;
doch nun vergessen ‘s ganz schnell Schwestern, Therapeuten.
Jetzt fängt der Alltag wieder an. Ich werd’ es Ihn’ schon zeigen!”

Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!

Ich sitz’ in einer Konferenz, mach’ autogenes Training:
– leise rauscht der Blätterwald / ich träum’ vom hohen Fläming.
Da ! eine Stimme ruft mich auf, man bittet mich ums Wort.
Ruhig und gelassen tret’ ich vor, bedank’ mich und geh’ fort!

Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
Trotz vier Wochen Abstinenz, geh’ ich abends zu ‘ner Fete,
kippe mir paar Cognac rein und tanze mit ‘ner Käthe.
Plötzlich dann um Mitternacht rückt einer mir auf die Pelle …
am andren Morgen werd’ ich wach und lieg’ in einer Zelle!

Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
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(P. Achim T., Belzig, 20.10.1988 – frei nach Jürgen von der Lippe –
musikalisch vom Verfasser vorgetragen anlässlich einer Kurveranstaltung
im Sanatorium)
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