24.10.17 # FAKE _ J.N.G_ # FB – NetzKontakt noch nicht gelöscht #


FAKE ... J.N.G. _ HH 22.10.17
Für jedermann ist dieses PROFILBILD in meiner FBNetzKontaktListe noch sichtbar
Ich lasse es einfach mal noch so stehen … Weiß man, was noch passiert ?
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Zur ERINNERUNG :
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https://einladungzupachtsblog.wordpress.com/2017/09/22/22-09-17-ent-taeuschung-fake/ 

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https://einladungzupachtsblog.wordpress.com/2017/10/12/12-10-17-renommierte-tageszeitung-recherchiert-ueber-m-i-c-h-zum-fb-fake-jasmin/
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H i e r   der BERICHT zum VORGANG in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG ,
zu dem ich auf ANFRAGE meinen BEITRAG geleistet habe :

AbendGruß 11

  1. Oktober 2017, 11:51 Uhr /  Doku-Reihe „Homo Digitalis

Verliebt in eine Frau, die es gar nicht gibt 

  • So genannte Realfakes bauen perfekte Fake-Profile auf und geben sich als falsche Personen im Netz aus.
  • Allerdings wollen sie kein Geld von ihren Opfern, das unterscheidet sie von Betrügern.
  • Motivationen von Realfakes sind vielfältig: Einige wollen ihre Sexualität „ausleben“, andere Kontrolle über ihr Opfer erlangen.
  • Die SZ präsentiert die Doku-Reihe „Homo Digitalis“von Bayerischem Rundfunk, Arte und ORF. In dieser Folge: Beziehungen

Von Marvin Strathmann

Wer ist Jasmin Nicoletta Goldmann? Auf den ersten Blick ist das einfach zu beantworten: 35 Jahre, gebürtig aus Hamburg und arbeitet bei dem US-Pharmaunternehmen Merck in Boston als Mikrobiologin. So steht es schließlich in ihren vielen Online-Profilen, etwa bei Facebook, Twitter, Google Plus oder Soundcloud.

Auf professionellen Fotos lächelt die Brünette in die Kamera oder schaut gedankenverloren in die Ferne. Auch private Informationen über sie lassen sich leicht finden: Sternzeichen Schütze, „Turning Tables“ von Adele ist ein Lieblingslied und die 35-Jährige spielt gerne online Schach. Steht alles im Netz.

Denise Fritsch hat sich Ende 2016 in diese Jasmin Nicoletta Goldmann verliebt und unzählige Nachrichten mit ihr ausgetauscht. Doch Jasmin gibt es so nicht. Sie ist ein Fake, jemand, der im Schutz der Anonymität knapp zehn Jahre lang von einer unbekannten Person betrieben wurde und dutzende Menschen getäuscht hat. Umso verstörender, dass das Ziel dieses Betrugs unklar bleibt.

Die Geschichte von Jasmin Nicoletta Goldmann ist eine Geschichte über Beziehungen, wie es sie in Zukunft öfter geben wird. Beziehungen, die im Netz beginnen und den Sprung in die analoge Welt nie schaffen. Es ist eine Geschichte über die Anonymität des Netzes, dank der sich viele öffnen können, und die zugleich das Spiel mit den Gefühlen anderer so einfach macht.
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Die Doku-Reihe „Homo Digitalis“

Wie werden wir in Zukunft leben und lieben, denken und spielen? SZ.de präsentiert als Medienpartner die aufwändig produzierte Web-Doku-Reihe „Homo Digitalis“ von Bayerischem Rundfunk, ARTE und ORF. Von Mittwoch an bis Dezember veröffentlichen wir im Wochenrhythmus sieben Videos und sieben Artikel zu Themen, die unser digitales Leben in der Zukunft betreffen. SZ-Autoren haben recherchiert: Wie sehen Beziehungen, Arbeit, Freizeit, Denken und Sex in der Zukunft aus? Eine Reise zu Sex-Robotern, Geliebten, die nur in sozialen Medien existieren, und zum neuen Menschen, der mit den Maschinen verschmilzt. Außerdem können unsere Leser testen, wie digitalisiert ihr eigenes Leben schon ist.
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Angefangen hat alles mit dem Blogeintrag „Wer bin ich“, den Fritsch im Januar 2016 auf ihrer Webseite veröffentlicht. Darin outet sich die Mediendesignerin als lesbisch. Jasmin Goldmann macht ihr Mut und schreibt in einem Kommentar unter dem Eintrag: „Glückwunsch für Deine natürliche Offenheit & Mut es in einen Blog Beitrag zu verpacken und nun konsequent(er) Deinem Herzen zu folgen Denise. (…) Werde es (heimlich) im #Neuland verfolgen und danke für den Schritt, der auch anderen Kraft gibt es als völlig natürlich und normal zu empfinden.“

Immer wieder Ausreden und Absagen

Fritsch gefällt der herzliche Kommentar. Zuvor hat Fritsch Jasmins Beiträge auf Twitter verfolgt. Nun schreiben sie häufiger, werden Freundinnen auf Facebook, chatten jeden Tag. Fritsch verliebt sich. Zu einem Treffen kommt es nie, denn Jasmin lebt in Boston und Mediendesignerin Fritsch in Herford. Und dann fliegt Jasmin auch noch ehrenamtlich für Ärzte ohne Grenzen nach Haiti – jedenfalls behauptet sie das in ihrer Kommunikation mit Fritsch. Dort hat Hurrikan Matthew im Oktober 2016 gewütet und mehr als 1000 Menschen getötet.

Jasmin lädt Fritsch zu ihrer Geburtstagsparty im Dezember ein. In Hamburg, Jasmins Heimatstadt, sollte gefeiert werden. Doch daraus wird nichts, Jasmin zieht sich angeblich einen Infekt zu: Grippe, Lungenentzündung, Rinder-Tuberkulose. Sie muss in einem Krankenhaus in Port-au-Prince bleiben, der Hauptstadt Haitis. Es geht ihr immer schlechter in den nächsten Monaten. Fritsch sorgt sich um ihre neue Liebe.

Zugleich wachsen die Zweifel. Fritsch schickt ein kleines Päckchen nach Port-au-Prince zu Jasmin, aber es landet wieder in Deutschland: Empfänger unbekannt. Aus ihrem Umfeld kommen Warnungen, sie entdeckt einen Blogeintrag, in dem Jasmin vorgeworfen wird, beim Online-Schach zu betrügen. Außerdem bringt Jasmin Ausreden, wenn Fritsch telefonieren, skypen oder Selfies von ihr möchte.

Ein falscher Tod

Fritschs Eltern bemerken, dass es ihrer Tochter immer schlechter geht, schließlich leidet sie mit Jasmin, die angeschlagen in einem Krankenbett in Port-au-Prince liegen soll und zu schwach sei, um ausgeflogen zu werden – Besserung nicht in Sicht. Die Eltern recherchieren und finden heraus: Ein vermeintliches Haus von Jasmins Familie in Hamburg gehört ganz anderen Menschen. Jasmin arbeitet weder für Merck noch für Ärzte ohne Grenzen. Auch ihr Name ist wohl nicht echt.

Fritsch konfrontiert Jasmin mit den Ergebnissen der Recherche ihrer Eltern. Keine Antwort. Eine Account, der vorgibt eine Freundin von Jasmin zu sein, verbreitet später per Mail, diese sei auf Haiti gestorben. All das schreibt Fritsch in einem Blogeintrag auf, berichtet über den Kontakt mit Jasmin und wie sie auf den Fake reagiert. Später möchte sie nicht mehr über den Fall reden, sie wolle mit ihm abschließen.

Es ging nicht um Geld – aber worum dann?

Aber wozu das alles? Warum der Aufwand? Jasmin hat nicht vorgegeben ein reicher, alleinerziehender Vater zu sein, oder eine US-Soldat(in) im Auslandseinsatz. So arbeiten Romance Scammer, sie gehen im Netz romantische Beziehungen mit Menschen ein und geraten dann scheinbar zufällig in dramatische Situationen, in denen das Opfer des Betrugs ihnen mit ein wenig Geld aushelfen soll. Auch Jasmin schrieb von einer dramatischen Situation auf Haiti, wollte Fritsch zufolge aber kein Geld. Das unterscheidet sie von den modernen Heiratsschwinldern. Stattdessen ist Jasmin Nicoletta Goldmann ein so genannter Realfake: Ein Mensch, der sich online eine perfekte andere Identität zulegt und sich das Vertrauen von Menschen erschleicht. Um Geld geht es ihm nicht.

Der Name Realfake kommt von Victoria Schwartz, einer Kommunikationsdesignerin aus Hamburg. Sie wurde selbst Opfer eines Fake-Accounts: Hinter dem vermeintlichen Kai aus Münster steckte in Wahrheit eine Doktorin der Psychologie aus den USA. Auch die wollte kein Geld, sie wollte wohl im Netz ihre Sexualität ausleben. Schwartz bloggte über den Fall, seit 2013betreibt sie die Webseite realfakes.net, auf der sich Betroffene von Realfakes informieren und austauschen können. So berichtet im Forum ein Jens, wie er nach zwei Jahren ohne Telefonat und Videoanruf eine mögliche Fake-Beziehung beendet hat. Rene wiederum bittet um Rat, da seine Frau auf einen Scammer reingefallen sei.

„Es kann jeden treffen, der offen im Netz mit anderen kommuniziert.“

„Ungefähr alle zwei bis drei Tage schreibt mir ein neues Opfer von Realfakes“, sagt Schwartz. „Im deutschsprachigen Raum gibt es zur Zeit außer realfakes.net keine andere Anlaufstelle, die sich ernsthaft mit diesem Phänomen befasst. Das war auch der Grund, warum ich mich des Themas angenommen habe. Mir war anfangs allerdings nicht klar, wie viel Zeit das kostet.“

Oft schreiben Opfer lange Mails an Schwartz, in denen sie ihre Geschichten schildern. „Das sind ganz normale Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen“, sagt Schwartz. „Es kann jeden treffen, der offen im Netz mit anderen kommuniziert. Mir haben schon Studenten geschrieben, Lehrer, Selbständige oder Journalisten.“

Opferverbände kümmern sich eher um die Fälle, in denen es um Geld geht. So verweist etwa der Weiße Ring auf Juuuport. Bei diesem Verein können sich Jugendliche melden, die im Netz auf Probleme stoßen. Aber auch bei Juuuport geht es eher um gestohlene Konten, Accounts, die sich als Bekannte ausgeben oder Erpressungsversuchen.

Realfakes hinterlassen vielleicht keinen finanziellen Schaden, dafür aber emotionalen. Die Opfer berichten Schwartz zufolge von Depressionen, Ängsten und Schwierigkeiten, anderen Menschen nach einem Fake-Fall wieder zu vertrauen. Schließlich haben sie oft monatelang mit einer anderen Person gelitten oder ihnen zumindest sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Wie eine Sekte

„Die Opfer haben oft so viel Zeit in die Beziehung investiert, sind emotional so abhängig, dass es ihnen meist schwerfällt loszulassen“, sagt Schwartz. „Angehörige und Freunde haben dann große Mühe, wenn sie das Opfer davon überzeugen wollen, dass der einfühlsame Gesprächspartner eigentlich ein Fake ist.“

Es gibt eine Verbindung zwischen Schwartz und dem von Denise Fritsch: Schwartz kannte die falsche Jasmin vermutlich. Sie traf etwa 2010 auf einer Twitter-Lesung eine Frau, die sich als Jasmin Goldmann vorstellte. Eine Freundin von Schwartz war auch dabei. Die Frau, die sich vorstellte, sah ungefähr aus wie die Jasmin auf den Fotos im Netz. Allerdings hat der Faker die Fotos wohl nur aus einer Modeldatenbank geklaut. Schwartz telefonierte mit der echten Frau auf den Fotos und im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Frau auf der Twitter Lesung deutlich kleiner war als die Frau auf den Fotos.

Jasmin und Schwartz wurden Freunde auf Facebook, schrieben aber nur selten miteinander. Ein Treffen 2010 scheint die einzige Verbindung von „Jasmin Nicoletta Goldmann“ in die reale Welt zu sein. Der Faker nutzt das aus: Als Denise Fritsch misstrauisch wird und Fragen stellt, verweist Jasmin auf das Treffen mit Schwartz und kann sie so kurzzeitig beruhigen. Wer die Person war, die mit Schwartz sprach, bleibt ein ungelöstes Rätsel.

Zehn Jahre Arbeit an der Fake-Figur

„Teilweise ist das ein typischer Realfake: Eine emotionale Bindung aufbauen, in eine dramatische Situation kommen und schließlich endet es mit dem Tod der erfundenen Figur, wenn der Täter mit den Fakten konfrontiert wird“, sagt Schwartz. Aber der Fall Jasmin Goldmann passt nicht ganz zu anderen Realfakes.

So gibt es den Account schon sehr lange, untypisch für Realfakes. Bis zur Beziehung mit Fritsch war er jahrelang eher ziellos auf verschiedenen Seiten im Netz unterwegs, kommentierte, twitterte, veröffentlichte Blogeinträge. Normalerweise konzentrieren sich Realfakes auf wenige Personen, dafür umso intensiver, als wären sie selbst die Süchtigen und nicht ihre Opfer.

Redakteur P. Achim Tettschlag bloggt unter dem Namen PachT. Ihm begegnet der Account von Jasmin schon im Jahr 2007 oder 2008, als sie noch eine vermeintliche Studentin der Mikrobiologie im Marburg war. Der Kontakt entsteht über die Blogging-Plattform 360 Grad. Tettschlag wird auf Jasmin aufmerksam, weil sie einer anderen Nutzerin vorwarf, sich fälschlicherweise als Modell auszugeben – und das gut fundiert begründete. „Insgesamt verlief der Netzkontakt locker und ungezwungen. Mal ein Kommentar hier und mal da“, sagt Tettschlag.

Die Blogging-Plattform gibt es nicht mehr, doch der sporadische Kontakt zwischen den beiden hielt, 2011 freundeten sich auf Facebook an. Auch Jasmins Lebensweg wirkte realistisch, sagt Tettschlag: „Bei ihr ließen die Veröffentlichungen ihren beruflichen Weg nachverfolgen: Dissertation, Tätigkeit in Israel und Boston sowie Einsätze in gesundheitlichen Krisengebieten.“

Kontakt hauptsächlich über Twitter und Blogs

Jasmin Goldmann hatte viele Kontakte, die nichts ahnten. Sie freundet sich im Netz mit immer mehr Menschen an, kommentiert unter Blogeinträgen oder verfasst kurze Tweets. Persönliches teilt sie nie. Mehrere bekannte Technik-Blogger gehören zu ihren Bekannten im Netz, haben sporadischen Kontakt mit ihr, meist über Twitter oder die Kommentarspalten verschiedener Blogs. Offensichtlich hatten sie allesamt keine Ahnung, dass die Person so nicht existiert – bis Denise Fritsch darüber bloggte. Mit der Zeit baut Jasmin zwei Blogs auf: In einem teilt sie vor allem Gedichte auf Englisch. Ihrer Biografie zufolge ist sie in Boston tätig, das wirkt also nicht ungewöhnlich.

In einem zweiten Blog schreibt sie über Digitales wie das Betriebssystem Linux oder medizinische Dinge, zum Beispiel darüber, dass einige Obst- und Gemüsesorten Krebs angeblich vorbeugen könnten. Diesen Blog betreibt sie nicht alleine, sondern zusammen mit einem Co-Autor. Auch er wusste nicht, dass Jasmins Leben fake war.

Beeindruckende medizinische Kenntnisse

Jasmins Online-Bekannte berichten von kleinen Ungereimtheiten. „Für mich war Jasmin Goldmann eine real existierende Person. Ich hätte nie gedacht dass sie die Erfindung eines anderen ist“, sagt Blogger Horst Scheuer, der mit ihr auf Blogs, Twitter und Google Plus Kontakt hatte. Er dachte zwar, dass der Name falsch sein müsse und die verschiedenen Bilder von Jasmin nicht zusammenpassten, aber weitergehende Gedanken hat er sich nicht gemacht. Im Netz sind schließlich viele Menschen mit Pseudonymen oder anderen Bildern unterwegs.

Jasmin konnte manche der Blogger, mit denen sie Kontakt hatte, mit ihren medizinischen Kenntnissen beeindrucken, über die sie sich per Mail austauschten. Einigen fällt ihre Schreibweise in E-Mails auf: Meist kommen sie in einem perfekten Deutsch, doch manchmal wirken sie so, als hätte jemand einen englischen Text durch Googles Übersetzungsdienst gejagt.

Ein echter Mensch hinter Datenpunkten

„Leider gibt es keine ernstzunehmenden deutschen Studien zu den Tätern“, sagt Realfakes-Fachfrau Schwartz. „Die Täter, mit denen ich gesprochen habe, flüchten sich oft in eine Scheinwelt und haben emotionale Probleme. Insgesamt sind die Gründe sehr unterschiedlich: Manche können ihre Sexualität nur im Netz über einen Fake-Account ausleben, andere machen es aus Langeweile und steigern sich da immer mehr hinein. Wieder andere wollen das Opfer manipulieren und dessen Alltag bestimmen.“

Sich vor Fakes zu schützen ist schwierig, doch Detektivarbeit kann helfen. Oft sind Profilbilder von Fakern von anderen Profilen geklaut. Bei einem Anfangsverdacht kann eine Recherche erste Hinweise liefern. Denn Bilder lassen sich über die Bildersuchmaschinen von Google oder der russischen Alternative Yandex aufspüren. Die Webseite Tineye.com kann ebenfalls feststellen, ob Bilder anderswo im Netz schon in einem anderen Kontext aufgetaucht sind.

Wer ist Jasmin Nicoletta Goldmann? Im Netz ist die Figur tot, auf Anfragen per Mail antwortet sie nicht.

Was bleibt sind Jasmins Datenpunkte im Netz: Tweets, Mails, Kommentare, Nachrichten, persönliche Angaben. Wie viel davon ist wahr, was ist ausgedacht? Das lässt sich abschließend nicht für jedes Detail sagen. Das Netz hat es Jasmin einfach gemacht, anonym zu bleiben und sogar Beziehungen einzugehen. Sie konnte sein, wer sie wollte. Am Ende bleibt ein echter Mensch, der die Gefühle von anderen verletzt hat.

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“ Je boshafter eine LÜGE ist, für desto wahrscheinlicher hält man sie. “
[D. Sp.]

@@ IDEE @@ AUSFÜHRUNG @@ FOTOAuswahl @@  © PachT @@

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12.10.17 # Renommierte TAGESZEITUNG recherchiert über m i c h zum FB-Fake “Jasmin“ #


Das   I N T E R N E T   kann doch ganz interessant und
F A C E B O O K  
auch noch aufschlussreich sein … :

Hintergrund 22Für die interessierten LESER/innen
h i e r
  noch einmal der VERWEIS auf den  >>> VORGANG
  an sich.
___
Gestern nun erhielt ich von einem REDAKTEUR
einer großen renommierten TAGESZEITUNG völlig überrascht
per E – Mail eine ANFRAGE zu diesem VORGANG “ Jasmin N. G.

*
Heute morgen habe ich ihm mein GEDÄCHTNISPROTOKOLL übermittelt.

*
Nähere Ausführungen mache ich heute  n i c h t , um diese laufende RECHERCHE nicht zu gefährden.

FRAU auf eingefahrenem GLEIS

“ Der aufrechte GANG ist die moralische ORTHOPÄDIE
der MENSCHENWÜRDE. “ … 
[ SpSpr. ]

FRAU ... kurvig in der Kurve

@@  Idee  @@  Ausführung  @@  Fotos  @@  © PachT @@

22.09.17 # Ent – TÄUSCHUNG = FAKE #


Wolken 3

Gestern ABEND erhielt ich eine NACHRICHT, die
wenn dem so ist -,
bisher alles im NETZ Erlebte in den SCHATTEN stellt … 
Die gesamten nachfolgenden SCHILDERUNGEN habe ich
selbst die letzten 9 Jahre 
im Netz so miterlebt und
mit
J. N. G. im CHAT analog nachvollzogen und besprochen … :

*** Hier der TEXT der Betroffenen ***

“ Als ich am 9. Januar 2016 öffentlich in meinem Blog über mein Outing geschrieben habe und ich aufgrund dieses Artikels J. N. G. näher kennenlernen durfte, hätte ich niemals mit so einem Ende gerechnet.

Die letzten 10 Monate waren auf der einen Seite sehr schön, weil ich erfahren durfte, wie es ist verliebt zu sein und geliebt zu werden und auf der anderen Seite waren es die mitunter sorgenvollsten Monate meines Lebens.

Diese Zeilen schmerzen mich wirklich sehr. Ich wusste, ich würde auf jeden Fall über J. und mich in meinem Blog schreiben, aber eigentlich sollte es ein Artikel über die schönste Liebesgeschichte werden … 💙😪

***

Mein Fake J … N … G. 

Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass …… , die Frau, die am 25. Januar 2016 meinen Artikel ‚WER BIN ICH‘ so herzlich kommentiert hat und in die ich mich Ende 2016 verliebt habe, ein Fake ist, dann hätte ich wohl nur ungläubig geschaut und mir gedacht, der/die spinnt doch.
Aber wie so oft im Leben, kommt ja bekanntlich immer alles anders …
Kennengelernt habe ich J. über Twitter aufgrund eines Tweets einer Autorin, die 2013 das Projekt >.realfakes < gegründet hat. Seit Ende 2013 folgte ich J. auf Twitter und seit Anfang 2014 folgte sie mir zurück.

Ihre Tweets hatte ich fortan natürlich nicht aus den Augen verloren, aber den ersten richtigen und darauf aufbauenden Kontakt gab es erst aufgrund meines Artikels »Wer bin ich«. Am 14. April 2016 kam ich J. Anfrage auf Twitter nach und wir haben uns auf Facebook verknüpft.

Monate vergingen, es wurden Likes und Kommentare über Facebook ausgetauscht und als im Herbst feststand, dass J. für Ärzte ohne Grenzen nach Haiti fliegt, um den Opfern von Hurrikan Matthew zu helfen, schrieben wir uns die ersten Nachrichten über den Messenger.

Anfangs schrieben wir uns relativ unregelmäßig, alle paar Tage ein paar Zeilen. Nach und nach wurden die Nachrichten mehr, bis wir uns tatsächlich täglich schrieben und stundenlang im Messenger chatteten.

Da wir beide neugierig aufeinander waren und uns sehr gut online verstanden, lud mich J. zu ihrem Geburtstag am 18. Dezember 2016 nach Hamburg ein. Ihr Einsatz für Ärzte ohne Grenzen sollte Anfang/Mitte Dezember enden und nach ein paar Tagen in Boston würde sie nach Hamburg fliegen, um ihren Geburtstag groß zu feiern und mit ihrer Schwester M.  und deren Familie Weihnachten zu verbringen.

Die Krankheit

Am 1. Dezember 2016 fing sich J. bei der Behandlung eines Patienten einen Infekt ein und konnte ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Da sie eigentlich von einer leichten Grippe ausgegangen war, nahm sie die Beschwerden nicht sonderlich ernst und fasste sich ein Herz, um mir endlich mitzuteilen, dass sie sich in mich verliebt hätte.

Mir ist es natürlich nicht anders ergangen und ich hatte sie zu dem Zeitpunkt schon sehr in mein Herz geschlossen. Doch leider sollte unser kleines Glück von diesem Moment an über die nächsten Monate auf eine harte Probe gestellt werden. Die Ärzte stellten bei J. eine Grippe, eine Lungenentzündung und einen weiteren unbekannten Erreger fest, der ihr Immunsystem so stark angriff, dass ihre Überlebenschancen täglich sanken.

L … , eine Freundin von J. und Ärztin aus New York wurde kurz vor Weihnachten eingeflogen und war fortan für die Behandlung zuständig. Langsam vergingen die Tage und die Chancen standen 50:50. Mitte Januar 2017 waren die Forschungen von L … endlich erfolgreich und es stand fest, dass es sich bei dem unbekannten Erreger um Rinder-Tuberkulose handelte. Die Medikation wurde entsprechend umgestellt und die Heilung konnte eintreten.

J.  gesundheitlicher Zustand verbesserte sich jedoch nur sehr langsam und immer, wenn man dachte, nun ist es überstanden und es geht vorwärts, musste sie wieder Rückschläge einstecken (Hörsturz, Eiter im Hals, eine fast kollabierte Lunge). Aufgrund dieser Tatsachen war an einen Transport per Flugzeug gar nicht zu denken, da sie dafür angeblich nicht stabil genug war, und ein Transport per Schiff zu lange gedauert und bezüglich der Hygiene ein weiterer Risikofaktor gewesen wäre.

Die ersten Bedenken

Wie man sich vorstellen kann, trugen die gesundheitlichen Komplikationen und die Dauer der Isolation – J.  lag bereits seit Monaten alleine auf einem Zimmer ohne großen Kontakt zur Außenwelt – nicht gerade dazu bei, ihren Gemütszustand zu verbessern. Daher wollte ich sie mit einer persönlichen Kleinigkeit von mir aufheitern und sie auf andere Gedanken bringen.

J. hatte mir mitgeteilt, das sie im Drouillard Hospital in Port-au-Prince läge und dort von Ärzte ohne Grenzen behandelt werden würde. Also schickte ich ein kleines Päckchen mit DHL Express nach Haiti. Dieses kam jedoch nie bei ihr an und wurde wieder zurück an mich geschickt. Grund: »Unzustellbar. Empfänger unbekannt.« Als ich J. daraufhin anschrieb, bestätigte sie mir die Adresse und konnte sich nicht erklären, warum das Päckchen zurückgeschickt worden war.

Ich hatte J. bereits Anfang 2017 berichtet, dass es Personen in meinem Umfeld gibt, die sich Sorgen machen und nicht glauben, dass sie echt ist. Bei Google findet man zum Beispiel einen Link zu einem Beitrag, in dem J.  als Cheater beim Oneline-Schach bezeichnet wird. Außerdem kam dem ein oder anderen folgendes Suspekt vor:

„… eine Doktorin aus Boston, die sich laut Google Plus hauptsächlich für Linuxthemen interessiert, extrem aktiv auf den Social Media Kanälen ist und dazu noch ziemlich gut aussieht …“

Diese Dinge haben mich jedoch ehrlich gesagt gar nicht gestört, mir lag viel schwerer auf dem Herzen, dass Jasmin nicht telefonieren oder skypen wollte (angeblich hatte sie keine Stimme mehr und wollte sich nicht in einem Krankenhausbett zeigen) und, dass sie mir keine Selfies von sich oder generell private Fotos, z. B. von sich mit ihrer Schwester M. oder ihrer Freundin L … schicken wollte. Denn J.  hatte mittlerweile so einige Bilder meiner Familie sowie Selfies und Audionachrichten von mir bekommen und da erwartet man als Freundin schon irgendwie, dass in fast zehn Monaten mal etwas zurückkommt.

Natürlich hatte J. für all meine Bedenken Erklärungen, wollte mir sogar Unterlagen wie Geburtsurkunde, Studiennachweis, Grundbucheinträge usw. zu kommen lassen. Doch für mich war das Thema eigentlich vorerst damit erledigt, als sie mir schrieb, V. Sch.  kenne sie aus dem Real Life und sie sei mit ihr auch auf Facebook befreundet. Als ich Twitter und Facebook daraufhin überprüfte, sah ich, dass J.  nicht gelogen hatte. Es gab Kommentare, aus denen hervorging, dass sich die beiden bereits persönlich getroffen hatten und in Kontakt standen. Also ließ ich es erstmal auf sich beruhen.

Die Lügen

Monate waren mittlerweile vergangen, J.  lag immer noch in Port-au-Prince im Krankenhaus und es war auch keine Änderung in Sicht. Also fasste ich erneut den Entschluss ihr zur Aufheiterung etwas zu schicken. Sie hatte mir geschrieben, dass ihr Arbeitgeber Merck ihre Post an sie weiterleitet und diese auch bei ihr ankommt. Anfang Juli schickte ich erneut ein kleines Päckchen mit DHL los, diesmal jedoch an Merck Research Laboratories in Boston. Nach ein paar Tagen wurde mir über die Sendungsverfolgung mitgeteilt, dass mein Päckchen in Boston angekommen und angenommen worden war. Ich war mir ziemlich sicher, dieses Mal würde sie es erhalten. Zwei bis drei Wochen später fragte ich das erste Mal bei J.  nach, doch mein Päckchen war bei ihr nicht angekommen. Auch weitere Wochen später tat sich nichts.

Als ich schon gar nicht mehr an das Päckchen gedacht hatte, kam es Mitte August mit dem Vermerk »Unzustellbar. Empfänger unbekannt.« an mich zurück. Ich staunte natürlich nicht schlecht, fragte mich »Warum?«, aber schenkte dieser Tatsache erstmal keine weitere Beachtung. Das muss wohl mein Schutzmechanismus gewesen sein.

Die Tage und Wochen im August waren für mich mental ziemlich hart, schließlich ging es J. weiterhin nicht besser und niemand konnte absehen, wie lange diese Tortur noch weitergehen sollte. Es schien, als ob Merck und Ärzte ohne Grenzen nichts weiter unternehmen wollten. Meine Abende nach der Arbeit und die Wochenenden verbrachte ich somit größtenteils damit, bitterlich zu weinen und mich zu fragen, warum das Universum nur gegen uns ist.

Dies ging natürlich an meinen Eltern nicht spurlos vorbei. Sie wussten bereits seit Monaten von J. und unserer Beziehung, wünschten uns selbstverständich nur das Beste und hofften auf ein gutes Ende. Da sie sich jedoch auch große Sorgen um mich machten, nahmen sie das von Merck zurückgeschickte Päckchen zum Anlass ohne mein Wissen Nachforschungen über J. anzustellen.

Diese Nachforschungen brachten folgende Erkenntnisse:

Lüge Nr. 1 – Das Haus in Hamburg

Sowohl ihren Facebook-Freunden als auch mir hat J. geschrieben, dass das Haus in der Blankeneser Haupststraße xx in Hamburg ihrer Familie seit Generationen gehört und ihre Schwester M. und sie eine Wohnung in dem Haus haben. Die Adresse steht auch als Angabe im Impressum der Blogs …

Fakt ist:

  • Das Haus gehört einer Familie K….
  • Der Sohn der Familie kennt weder den Namen J. N. G. noch hat er sie auf einem Foto erkannt.
  • Niemand der Mieter im Haus kennt J..
  • Selbst der Postbote, der seit 40 Jahren die Post in der Straße verteilt, kennt weder J.  noch eine Familie G. .
  • Vor 20 Jahren befand sich in diesem Haus eine Bäckerei.

 

Lüge Nr. 2 – Merck in Boston

J.  gibt in ihren Profilen auf Twitter, Facebook & Co. an, in Boston zu leben und seit 2012 für Merck zu arbeiten.

Fakt ist:

  • Nach einem Anruf bei Merck Research Laboratories in Boston hat ein Mitarbeiter in der Zentrale bestätigt, dass eine J. N. G. oder J. G. nicht in der Mitarbeiterdatenbank aufgeführt ist und somit nicht für Merck arbeitet.

    Lüge Nr. 3 – Ärzte ohne Grenzen

    J. hat sowohl ihren Facebook-Freunden als auch mir geschrieben, dass sie bereits seit mehreren Jahren ehrenamtlich für Ärzte ohne Grenzen arbeitet. Sie war bereits in Sri Lanka und im Libanon für die Hilfsorganisation tätig.

    Fakt ist:

    • Nach einem Anruf bei Ärzte ohne Grenzen in Berlin und New York sagen beide Büros, dass eine J. N. G. oder J. G.  nicht in der Mitarbeiterdatenbank aufgeführt ist.
    • Die Geschichte mit der Grippe, Lungenentzündung, Rinder-Tuberkulose und der selbst nach Monaten fehlenden Transportfähigkeit haben beide Büros als Fake bezeichnet.
    • Erkrankte Ärzte werden, egal in welchem Zustand, umgehend ausgeflogen, falls nötig auch unter Quarantäne gestellt, aber auf jeden Fall in ihr Heimatland zur Rehabilitation zurückgebracht.

    Lüge Nr. 4 – Der Name J. N. G.

    J.  hatte mir einmal ein Foto zugeschickt, welches von einem professionellen Fotografen gemacht wurde. Ich habe diesen Fotografen gefunden, kontaktiert und ihn nach der Frau auf dem Foto gefragt.

    Fakt ist:

    • Der Fotograf bestätigte, dass die Frau auf dem Foto nicht J. N. G.  heißt. Aus Gründen des Datenschutzes möchte er mir den echten Namen leider nicht mitteilen.

    Die Konfrontation

    Ende August habe ich J. Facebook-Freundin V. Sch. kontaktiert und sie wenig später in Hamburg getroffen. Sie bestätigte mir, dass sie 2009 oder 10 im Rahmen einer Lesung von einer hübschen, dunkelhaarigen Frau angesprochen worden war, die sich als ihre Twitter-Followerin @J.N. vorstellte. Im Nachhinein könne sie nicht sagen, ob es wirklich die Frau auf den Profilbildern gewesen sei. Sie habe aber zumindest große Ähnlichkeit mit ihr gehabt. Seitdem hätten J. und V. relativ sporadisch in Kontakt gestanden, sich irgendwann auf Jasmins Bitte hin auch auf Facebook vernetzt, aber nie wirklich privat ausgetauscht. V. sagte, als echte Freundin würde sie J.  auf keinen Fall bezeichnen, dafür wüsste sie viel zu wenig von ihr und hätte sich auch nie viele Gedanken über sie gemacht. Ab dem Moment aber, als ich ihr Details aus J. Lebensgeschichte erzählte, kam ihr die Sache sehr komisch vor, denn sie entsprach in großen Teilen typischen Fake-Stories. Als ich ihr dann wenig später meine Recherche-Ergebnisse mitteilte, war für sie alles klar … Sie erzählte mir auch, dass sie ziemlich sicher sei, dass J. »versterben« würde, sobald ich sie mit meinen Recherche-Ergebnissen konfrontiere. In extrem vielen Fake-Fällen entzögen sich die Betreiber der Fake-Accounts so ihrer Verantwortung und zögen damit den für sie einfachsten Schlussstrich.

    In der Nacht vom 3. auf den 4. September 2017 habe ich J. über die Ergebnisse der Recherchen in Kenntnis gesetzt. J.  hat sich daraufhin nicht mehr bei mir gemeldet. Sie hat das Ganze weder bestätigt noch dementiert. Sie hat einfach geschwiegen.

    Der Fake-Tod

    Obwohl J.  nach besagtem 3. September zweimal bei Facebook aktiv war, erfolgte keine Nachricht von ihr an mich.

    Hurrikan Irma war Anfang September über Haiti hinweggezogen und einer von J.  langjährigen Internet-Freunden, der noch an ihre Echtheit glaubte, sorgte sich extrem um sie. Er schrieb J.  angebliche Sandkastenfreundin K. A.  an und fragte, ob sie etwas über J. Gesundheitszustand wüsste. Am 17. September 2017 erhielt er Antwort. K. A.  teilte ihm Folgendes per E-Mail mit:

    „… nun aber die schlechte Nachricht um J.. Sie ist am 5. September Ortszeit 8:50 Uhr auf Haiti verstorbenen, am WE davor ist sie schon mehrfach kollabiert und sie wurde ruhig gestellt. In der Nacht zum Dienstag hatte sie ein komplettes Organ Versagen. Keine schöne Nachricht, ich weiß, jedoch muss sie sich nicht mehr quälen. Behalte sie in guter Erinnerung …

    J.  und ich hatten uns am 2. September noch per Messenger geschrieben. Ihr Zustand war stabil. Seit zwei Wochen bekam sie wieder Physiotherapie und eine Logopädin arbeitete mit ihr an der noch fehlenden Stimme. Sie war zuversichtlich und es ging ihr den Umständen entsprechend sehr gut. Am Sonntag, den 3. September, veröffentlichte J. um 14:30 Uhr sogar noch einen neuen Facebook-Status. Wenn sie an diesem von K.  benannten Wochenende mehrfach kollabiert wäre, hätte J. wohl kaum mit mir gechattet und einen Status veröffentlicht.

    Ich weiß nicht, ob die Frau auf den Fotos wirklich die Person ist, mit der ich mir monatelang geschrieben habe oder ob jemand der Frau auf den Fotos die Identität gestohlen und damit ein Fake-Profil erstellt hat. Ich weiß auch nicht, welche Motive diese Person hatte. Um Geld ging es anscheinend nicht. Nacktfotos oder Sex spielten auch keine Rolle. Waren vielleicht Anerkennung und emotionale Macht wichtig? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins, diese Person ist seit 2009 aktiv und hat sich sehr viel Mühe damit gegeben. Zu den Kontakten dieses Profils zählen unter anderem Personen wie … PachT , die an ihrem Schicksal teilnahmen, ihr gute Besserung wünschten oder ihr schrieben, wie sehr sie ihren uneigennützigen Einsatz für Ärzte ohne Grenzen bewunderten. Diese Personen sind in der Blogger-Szene keine Unbekannten. Das komplette Netzwerk dieser Person wurde wirklich sehr sorgfältig über Jahre aufgebaut und gepflegt.

    Ende der Geschichte

    Ich werde vermutlich noch lange mit dieser Geschichte zu kämpfen haben. Schließlich hatte mir diese Person ein gemeinsames Leben, eine gemeinsame Zukunft versprochen. Wir hatten sogar eine Liste mit Dingen, die wir zusammen noch erleben wollten. Mich schmerzt aber vor allem Eines: Obwohl diese Person wusste, dass ich in der Vergangenheit eine Blutkrankheit hatte, dass mir bisher das Glück in der Liebe fehlte und mein Outing erst Anfang 2016 erfolgt ist, hat all das, die Person nicht davon abgehalten, mich über Monate zu belügen.

    V.  war so nett, mir etwas als Widmung in ihr Buch >> Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde <<  zu schreiben:

    „Liebe D… ! Ich wünsche Dir, dass Du in Zukunft ausschließlich positive Internet-Erfahrungen mit Menschen machst! Alles Gute für Dich!“Victoria

    Ich war bereits vor dieser Geschichte immer mit Vorsicht im Internet unterwegs und natürlich gehörte auch ich zu den Menschen, die von sich sagen würden, nie auf einen Fake hereinzufallen. Aber wie sicher kann man sich da wirklich sein? Ganz egal, ob man eine Person im Internet oder im realen Leben kennenlernt. Lässt man sich gleich den Personalausweis oder Führerschein zeigen? Fragt man nach dem Arbeitgeber und ruft dort an, um zu erfahren, ob die Angaben stimmen? Nein, wohl kaum.

    Es bleibt uns nichts anderes übrig, als auf unser Bauchgefühl zu hören. Doch was passiert, wenn bereits Gefühle im Spiel sind? Jeder von uns weiß, dass die meisten Verliebten nicht mehr wirklich logisch und nachvollziehbar handeln. Genau diese Schwachstelle nutzen Fakes aus. Gerade deshalb ist es wichtig, Menschen, die uns am Herzen liegen, nachdem sie eine neue Person kennengelernt haben, im Auge zu behalten und auch bei Unstimmigkeiten einmal kritisch nachzufragen.

    Wenn meine Eltern nicht selber aktiv geworden wären und mir nicht durch die Fakten, die Augen geöffnet hätten, dann weiß ich nicht, wie lange diese Person noch mit mir und meinen Gefühlen gespielt hätte. Daher muss und möchte ich mich an dieser Stelle, nochmal ganz offiziell bei meinen Eltern dafür bedanken. Ich habe Euch sehr lieb!
    D.

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    Wolken ... Regen 1

“ Eine LÜGE lebt von dem GLAUBEN, den man ihr schenkt. “ … [ J. T. ]

Wolken 1@  IDEE  @  AUSFÜHRUNG  @  Text: D. F. @ Fotos  @  © PachT

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Ich bleibe da dran … die Email – Adresse habe ich …
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