20.04.18 # Man muss denn schon auch mal v e r l i e r e n können (?)


GerichtsUtensil

Das erst Mal … Eine so nicht erwartete REZENSION
zu dem von mir eingereichten GEDICHT … :

L e b e n s n o t i z e n

Leben     Lachen   Lieben 
wo sind denn die Jahre nur geblieben …

Lieben    Leben      Lachen
manches Feuer konnte ich entfachen …

Lachen   Lieben     Leben 
stets nur das Beste wollte ich geben …

Lieben    Lachen    Leben 
alles Böse hatte ich vergeben …

Leben     Lieben      Lachen 
so konnte ich immer weitermachen …

Lachen    Leben      Lieben 
nichts vergessen – alles aufgeschrieben … 
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© PachT / 06.02.2018
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Gedicht LebensNotizen

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                                                                                                                 Bielefeld, 11.04.2018 

Sehr geehrter Herr Tettschlag,

Ihr sechsstrophiges Gedicht mit dem Titel „Lebensnotizen“ war Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Begutachtung. Formal haben Sie sich für Duette im Paarreim entschieden. Struktur gebendes und wiederkehrendes Element ist die Variation der Alliteration „Leben Lieben Lachen“ mit der jede einzelne Strophe beginnt. Dabei wird bei jeder folgenden Strophe, die erste Vokabel ans Zeilenende geschoben, sodass sich die Reihenfolge der drei Schlüsselworte ändert und sich auch ein anderer Reim ergibt. Die Reime sind solide, metrisch gelingt es Ihnen aber noch nicht einen durchgehend einheitlichen Wechsel von betonten und unbetonten Silben zu gestalten. Alle zweiten Verse der Strophen bestehen allerdings aus zehn Silben und führen zu einem an- sprechenden und kompakten Druckbild.

Ihr künstlerischer Formwille ist also deutlich zu erkennen. Bildsprachlich ist Ihr Gedicht aber ausgesprochen schwach. Sie finden keine innovativen und originellen Metaphern. Inhaltlich erschöpfen Sie sich durch literarische Allgemeinplätze und weniger aussagekräftige Floskeln. Sollte das alles im Leben des Lyrischen Ichs gewesen sein, wovon die „Lebensnotizen“ künden, hat es anscheinend nicht viel mitzuteilen. Emotional hätte der Leser vielleicht mehr davon, wenn expliziter verdeutlicht würde, was zur Erheiterung beigetragen hat und welchen Stellenwert die Liebe im Leben hatte. So manches entfachte „Liebes-Feuer“ ist einfach nichtssagend und zu wenig, um den Leser mitzunehmen und zu erreichen.

Ihr Gedicht verkommt damit eher zu einer literarischen Spielerei, in der es lediglich um die Alliteration „Leben Lieben Lachen“ geht. Diese wird in der häufigen variierten Wiederholung etwas überstrapaziert und ist in sich auch nicht ganz logisch, um die wiederkehrenden Elemente des Lebens zu schildern. So umfasst das Leben eher das Lieben und Lachen und steht nicht mit ihnen auf einer Stufe.

Aufgrund der Summe der geschilderten vielen kleinen Mängel ist eine Veröffentlichung in der Anthologie zum Lyrischen Lorbeer 2018 fraglich. Über den Wettbewerbsausgang werden Sie im Herbst informiert.

Mit besten Wünschen für Ihr weiteres literarisches Schaffen grüßt Sie

Ihr Lorbeer Verlag
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Nun ist das zwar eine recht schmerzliche BEWERTUNG, – wie gesagt, zum ersten Mal für mich auf dieser EBENE -, aber ein TIEFSCHLAG ist es nicht, zumal  “fraglich“  noch nicht bedeutet, dass dieses Gedicht für die VERÖFFENTLICHUNG dort schon verworfen ist. Zum anderen sind die LEKTORATE noch zwei anderer VERLAGE dazu abzuwarten.
K e i n  GRUND also
die FLINTE ins KORN zu werfen ... oder besser gesagt: 
DENKEN und SCHREIBEN deshalb aufzugeben !
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Forsythie

“ Die KRITIK ist etwas WANDELBARES: sie geht hervor aus den ANSICHTEN der ZEIT. “ … [ H. H. ]

FRÜHLING bei mir vor der Tür@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / FOTOs @  © PachT @

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31.05.17 # REZENSION über URBANICITY #


Dieser Tage erhielt ich die vierte PUBLIKATION
eines mir bisher nur virtuell bekannten AUTORS
von einer langjährigen Internet-Freundin zugestellt:

“ U R B A N I C I T Y “

Hier meine REZENSION:

Buch Nr. 4  : “ Urbanicity “ Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag
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“Aller guten Dinge sind drei“, sagt man landläufig, aber es kann auch mal mehr sein; so wie bei dem mir immer noch nur virtuell bekannten Autor.

Die Gestaltung des Buchtitels lässt aus meiner Sicht eindeutig erkennen, dass es hier um ihn geht, den heimischen SONDERPUNKTverlag-AUTOR, – der bildhaft gesehen -, entweder von der Hauptstraße auf einen Nebenweg oder von dort auf eine Stadtallee will. Die Leser werden inhaltlich wahrscheinlich unterschiedliche Schlüsse ziehen, was für mich ohne Zweifel in seiner Absicht liegt. Diesem Ort ist er jedenfalls offensichtlich treu; dafür spricht die Dominanz der blauen Farbe.

“13“, – Glücks- oder Unglückszahl -, Drehmomente seines Lebenskarussells strukturieren sein viertes Büchlein. Selbst würde ich den Buchtitel mit “Leben in der Stadt“ übersetzen.

Die Geräusche dieser Stadt lassen seine innere Stimme dennoch hörbar werden und, mit diesen vermischt, ein Stimmungsbild erkennen, das trotz der Vielfältigkeit an keiner Stelle teilbar ist.
Die Würde der Schilderungen der wenigen Personen und deren Beziehungen zu- und untereinander ist einfach und unantastbar.

Vergangenes, Gegenwärtiges schildernd und Zukünftiges erfragend, Arbeit und Freizeit darstellend sowie Leben und Tod hinterfragend, das sind die seelischen Brennpunkte, die der Autor m. E. in seiner autobiografisch behafteten Erzählung geschickt platziert.

Der Vergleich der Funktion des menschlichen Gehirns mit der einer Festplatte ist nicht neu, aber wird immer wieder benutzt, um das Phänomen an sich stets wieder aufs Neue hervorzuheben, um das Unglaubliche damit für sich noch begreifbarer zu machen.

Wie auch in den vorher erschienenen Büchern ist für mich seine Kunst der kurzen Sätze erneut bestechend. Meine damaligen Vermittler der Anwendung der deutschen Sprache legten Wert auf Attribute, weil die dem Leser ein einprägsameres Bild der jeweiligen Gedankengänge hinterließen. Im Klartext wäre somit meine Version um eine vielfache Seitenzahl umfangreicher geworden. Aber einmal gut Gelerntes ist nun nicht mehr zu korrigieren; zumindest versuche ich immer öfter, meinen Satzbau in angemessener Form zu reformieren.

Für mich Älteren ist beruhigend, dass auch der Jüngere feststellt: Mit zunehmenden Alter fallen, –  insbesondere dann im Herbst -, die Kalenderblätter schneller und das Karussell gewinnt, – zwar nur gefühlt -, rasant an Tempo.

Schicksal und Zufall rücken gedanklich mehr und mehr in den geistigen Vordergrund. Eine Erkenntnis, die das Büchlein, so meine ich, vermittelt.
© P. Achim Tettschlag, Erfurt
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“ Als Schreiber atmet man das LEBEN durch den SATZ. “
[ S. Sp. ]



@@@ Idee @@ Ausführung @@ Fotos @@ © PachT @@@

26.10.16 # Drei BÜCHER aus eigener PERSPEKTIVE gesehen #


So zitierte mich die Presse

So zitierte mich die Presse … [ Idee / Texte / Bildauswahl – (C) PachT ]

04 Der Gesprächsgegenstand 01
Dieser Tage, – beim Sortieren in meinem BÜCHERSCHRANK -, 
bekam ich die drei BÜCHLEIN von Christoph Aschenbrenner, Münster, in die Hand …
Ich nehme das zum Anlass, meine ersten VERSUCHE einer REZENSION hier noch einmal zu veröffentlichen :
*

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Zwei Bücher – eine Rezension
Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag … [PachT]

Da liegen sie, die beiden kleinen Bücher, von einem, – mir nur virtuell -, Bekannten geschrieben. 

Christoph Aschenbrenner – hat sein Geschriebenes beim SONDERPUNKTverlag herausgebracht. Ein gespenstisches Bild werfen mir seine Texte, – in zumeist nur kurzen Sätzen gefasst -, entgegen.

Ultraviolett‚ bezeichnet er an irgendeiner Stelle, die von ihm erkannte „Dazwischen – Existenz“ zwischen Realität und Traum. Das erinnert mich an die Tagebücher meines Großvaters, der dort über sein „Inweltsein“ nachgedacht hat, der Vergegenwärtigung des Seins im Geist.

Mit dem Namen ‚Aschenbrenner‘ verbinde ich die Vorstellung, dass es ihm noch nicht genug war, dass seine Gedanken lodernd gebrannt haben.

Nein. Mit dem Verbrennen der Asche will er seine Gedanken noch einmal aufflammen lassen, um diese so erneut für sich aufzuwerten. Und das in einem Verlag namens ‚SONDERPUNKT‘; schon sonderbar.
Dass für sein geistiges Wirken nun auch noch  ‚SEMIKOLON‘ von Bedeutung ist, erhöht für mich den Grad des Sonderbaren seiner Gedankenwelt erst recht; aber im Positivem.

LIVE!  Er sitzt auf der Bühne und liest vor einem Publikum seine aufgewerteten Gedanken bei ultraviolettem Licht. Er sucht die Nähe der Zuhörer durch seine Sprache und will doch optische Distanz durch seine selbst bestimmte Bühnenbeleuchtung :

ULTRAVIOLETT –
seine MOMENTAUFNAHMEN live präsentierend !
***
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Buch Nr. 3  : “ Nur einen Atemzug. einen Kuss entfernt “  Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag– eine Rezension … [PachT]

Da liegt es, das dritte Büchlein, von einem, – mir nach wie vor nur virtuell -, Bekannten geschrieben: Christoph Aschenbrenner.

Er hat seine Geschichten erneut beim SONDERPUNKTverlag herausgebracht. Das Titelbild, – eines seiner SONNTAGSBILDER bei „Blog.de“ -, und der Titel lassen mich neugierig beginnen zu blättern.

Immer mal wieder, – also nicht systematisch, sondern nach dem Zufallsprinzip -, lasse ich eine Begebenheit vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Manches muss ich zwei Mal lesen. Die einzelnen Kapitel hätte man, – einfach von mir so gefühlt -, durchaus auch in anderer Reihenfolge anordnen können.

Auch in diesem dritten Exemplar seiner geistigen Widerspiegelungen fasziniert mich sein Können der „kurzen Sätze“.

Seine schon von ihm früher erkannte „Dazwischen – Existenz“ zwischen Realität und Traum findet hier seine, – wahrscheinlich auch gewollte -, Fortsetzung.

Meine jahrelang virtuellen Beobachtungen lassen seine einleitende Klarstellung in der vorgelegten Lektüre glaubhaft erscheinen, dass „auch autobiographische Züge“ enthalten sind. Dass er nicht verraten will, wo diese zu finden sind, ist sein gutes Recht. Aus meiner Sicht braucht er dafür auch keine nähere Begründung abzugeben, weil sich m. E. sein Leben wie ein roter Faden durch die zwei Teile und deren zehn Kapitel zieht. Warum auch nicht ? Das lässt die Wahrhaftigkeit seiner „stillen Poesie“ glaubhaft erscheinen.
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“ BÜCHERSCHREIBEN ist das einzige VERBRECHEN, bei dem sich der TÄTER bemüht, SPUREN zu hinterlassen. „
[ G. L.]

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