03.02.10 + SPASSGESELLSCHAFT contra BILDUNGSWILLE / Althaus zu Magna + Aus meiner publizistischen Arbeit +


Am Dienstag, 02.02.10, erschien mein PRESSEBEITRAG
zu den von der CDU beabsichtigten KONSEQUENZEN
für die ELTERN von SCHULSCHWÄNZERN sehr stark gekürzt in der
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.
Hier der eingereichte ORIGINALTEXT:

Im Namen der Freiheit wird so vieles und
so lange nicht gesehen, bis das Kind im
Brunnen liegt. So nun der Tatbestand des
Schulschwänzens. Es ist doch abzusehen,
dass je mehr der unbequeme Bildungswille
dem Trend der bequemen Spaßgesellschaft
untergeordnet wird, die Gesellschaft ei-
nes Tages nachhaltig Schaden nimmt. Die
Klagen der Industrie und des Handwerks
über mangelndes Wissen und Können der
jungen Generation sind wohl Beweis genug
dafür. Diese Entwicklung hat seit Jahren
unter den Augen der gewählten Volksvertre-
ter aller Ebenen unaufhaltsam ihren Lauf
genommen. Mahnende Hinweise wurden mit
dem Verweis auf Einzelfälle abgetan.
Elternhaus und Schule entfernen sich als
Verantwortungsträger für die Erziehung und
Bildung seit Jahren voneinander. Anstatt
zeitgemäß die Rahmenbedingungen neu festzu-
schreiben, wurde das „scheinbar“ funktionier-
enden System ohne Risikomanagement dem Selbst-
lauf überlassen . Die Machtspiele der Länder-
fürsten haben das Übrige dazu beigetragen.
Vom Staat vernachlässigte hoheitliche Aufga-
ben sollen nun gewissermaßen mit „Bußgeldver-
fahren“ neu reguliert werden.

P. Achim T., Erfurt
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Die VERÖFFENTLICHUNG hat folgenden Wortlaut:

Es ist doch abzusehen, dass – je mehr der
unbequeme Bildungswille dem Trend der be-
quemen Spaßgesellschaft untergeordnet wird
– die Gesellschaft eines Tages nachhaltig
Schaden nimmt. Die Klagen der Industrie und
des Handwerks über mangelndes Wissen und
Können der jungen Generation sind wohl Be-
weis genug dafür. Diese Entwicklung hat seit
Jahren unter den Augen der gewählten Volks-
vertreter aller Ebenen unaufhaltsam ihren
Lauf genommen. Elternhaus und Schule ent-
fernen sich seit Jahren voneinander. Diese
Aufgaben sollen nun mit „Bußgeldverfahren“
neu reguliert werden.

P. Achim T., Erfurt

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Dieser Tage war in der Thüringer Presse zu lesen:

Seit Anfang November ist die Regierung Althaus offiziell Geschichte – was etliche vormalige Minister, Staatssekretäre und Parteibedienstete zur Neuorientierung zwingt. Nicht alle haben, so wie ihr alter Chef, bisher etwas Gescheites gefunden.

Die Thüringer Ministerpräsidentin Christine LIEBERKNECHT (CDU) befürwortet im TA-Gespräch den neuen Job ihres Vorgängers Dieter Althaus in der Wirtschaft.

Die Ankündigung Dieter Althaus‘, als Vizepräsident zu Magna zu wechseln, stößt in Thüringens Politikerkreisen auf ein geteiltes Echo. Bodo Ramelow (Linke) wirft Althaus gar eine Form „nachgelagerter Bestechlichkeit“ vor.

Die Ankündigung Dieter Althaus‘, als Vizepräsident zu Magna zu wechseln, stößt in Thüringens Politikerkreisen auf ein geteiltes Echo. Bodo Ramelow (Linke) wirft Althaus gar eine Form „nachgelagerter Bestechlichkeit“ vor.
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Dazu mein PRESSEBEITRAG, der von der THÜRINGER ALLGEMEINE
nicht veröffentlicht wurde:

LESER-MEINUNG
zu „Befremden über Althaus‚ Wechsel“ in TA v. 30.01.2010, S. 1 ff.

Freiheit , Politik und Wirtschaft

Die Freiheit in einer Gesellschaft
muss in ihren Grenzen gesehen
und gelebt werden. Die Freiheit
aber über ihre Grenzen hinaus
zu idealisieren oder gar zu instru-
mentalisieren, meine ich, birgt die
Gefahr einer sich schleichend ent-
wickelnden strukturellen Verant-
wortungslosigkeit in Politik und
Wirtschaft in sich. Die über Jahre
immer stärker vermutete Verqui-
ckung von Politik und Wirtschaft
wird mit dem Abtritt von Dieter
Althaus ein weiteres Mal offen-
sichtlich. Der Abgang des politischen
Hauptdarstellers von der politischen
Bühne wird sowohl für seine Claqueure
als auch die Statisten aus seinem Um-
feld nicht ohne Folgen bleiben. Die im
Präsidium gesessenen „Dieter-Dieter“-
Rufer zum 23. CDU-Landesparteitag
2008 in Heiligenstadt haben ihn neun
Monate später entmachtet und erklären
ihn heute zum „Vorteilsbringer“ für Thü-
ringen. Der Wähler wird nun hoffentlich
erkannt haben, dass es künftighin erforder-
lich ist, zwischen geistreichen und wahrhaf-
tigen Wahlkampfreden zu unterscheiden. Aber
das wird immer schwieriger?

P. Achim T., Erfurt

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